Die Geschichte des Café Chixot

Ein Kaffee - produziert in San Juan Comalapa, Dept. Chimaltenango, Guatemala

Im Jahre 2.000 entschloss sich eine Gruppe von Farmern im Distrikt Chimaltenango im Hochland von Guatemala, Kaffee auf über 2.000 Metern Höhe anzubauen. Ihnen hatte man zuvor erzählt, 2.000 Meter Höhe seien weitaus zu viel an Höhenmetern für den Kaffeeanbau aber man hörte auch Stimmen die besagten, gerade diese Höhe könnte Kaffee von besonders guter Qualität hervorbringen. Obwohl die Kaffeepreise nicht die besten zu der Zeit waren hoffte man, diese würden sich gebessert haben sobald die erste Ernte anstünde. Rückblickend kann man sagen, dass das Timing hätte besser sein können und die Höhenmeter wurden zu einer Herausforderung.

Nichtsdestotrotz startete eine Gruppe aus 25 Farmern, organisiert in der Kooperative Nuevos Horizontes, eine starke Initiative mit der Entscheidung es schaffen zu können, wenn Qualität oberstes Ziel sei und man Hilfe annehmen würde wo immer man sie finden könne. Ihr Anführer war Santos Tuyúc.

Ihren ersten Kaffee ernteten sie zwischen Februar und April 2003. Sie lernten, dass Kaffee, der in solchen Höhenlagen heranwuchs, längere Reifezeiten benötigte und so kam es, dass die besten Qualitäten schließlich im März und April geerntet wurden. Um bessere Preise als im Marktdurchschnitt zu erzielen, vermarkteten sie ihren Qualitäts-Kaffee als Café Chixot. Chixot bezeichnet dabei als historischer Maya-Terminus das Gebiet der Stadt San Juan Comalapa.

Fachkundige Unterstützung zur Verbesserung der eigenen Kaffeeproduktion fand sich schon bald im Kaffeeverband von Guatemala – Anacafé – und auch seitens der norwegischen Partnerstadt Stord, die eine Zeit lang symbolisch Anteilsaktien verkaufte und so die Qualität des Kaffees erhöhte und Investitionen in Maschinen möglich machte.

Von den 25 Farmern besaß alleine Santos Tuyúc ausreichend wirtschaftliche Potenz um Kaffee zu produzieren und war deshalb auch die einzige Person der Kooperative, welche die Maschinen nutzte, die zuvor angeschafft worden waren. Der Rest der Farmer hatte wirtschaftlich keine Möglichkeit, in Dünger und Arbeitskraft zu investieren. Die meisten von ihnen gaben auf.